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Die neu entdeckten Himmelskörper in unserem Sonnensystem geben den Astronomen Rätsel auf: Wo kommen sie her? Der 5. Januar 2005 begann für den Astrophysiker Michael Brown wie jeder andere Tag: Frühstück, ein Blick in die Zeitung, das obligatorische Einschalten des Computers, der mit dem Teleskop auf dem 150 Kilometer entfernten Mount Palomar verbunden ist. Um 11.20 Uhr war es mit der Routine schlagartig vorbei: Eine der Aufnahmen zeigte einen lang gestreckten Lichtfleck. Brown stutzte. Unglaublich! Seit Jahren schon hatte das computergesteuerte Teleskop den gesamten Himmel abgescannt, jede Nacht einen neuen Abschnitt. In Abständen von zwei Stunden lichtete sie die bereits durchgemusterten Abschnitte erneut ab, und die Software legte die Bilder übereinander, damit Veränderungen am Firmament sichtbar würden. Was Brown an diesem Vormittag auf dem Bildschirm sah, war eine Sensation. Der etwas verschwommene Lichtfleck vor dem scharfen Sternenhintergrund bedeutete, dass ein bisher unbekannter Himmelskörper in unserem Sonnensystem kreiste. Doch keiner der vielen Asteroiden – dafür war der Fleck viel zu groß. Nein, es musste sich um einen ausgewachsenen Planeten handeln – viel größer als Pluto, der Eiszwerg am Rande unseres Sonnensystems. |